Für Anfänger:
Bedürfnisse von Katzen
(in Kurzform)
Andrea König




Während meiner Zeit als Katzenzüchterin und auch in den vergangenen Jahren im Katzenschutz habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen sich eine Katze "anschaffen", ohne irgend eine Vorstellung von Haltung und Versorgung dieser kleinen Ungeheuer zu haben. Damit der glückliche neue Katzenhalter beim Vermittlungsgespräch bzw. bei der Übergabe der Katze keine seitenlange Mitschrift anfertigen muss, habe ich die allerwichtigsten Bedürfnisse einer Katze nachfolgend aufgeführt. Dazu möchte ich bemerken, dass diese Informationen aus meiner persönlichen (langjährigen) Erfahrung mit Katzen stammen und ganz gewiss werden andere Katzenkundige zu diesem oder jenem Punkt eine konträre Meinung haben. Sie werden das Phänomen kennen: Man fragt fünf Experten und jeder verkündet im Brustton der Überzeugung eine andere Ansicht (wobei übrigens ein erfahrener Katzenhalter auch mal mehr wissen kann als Ihr Haustierarzt). Ich kann Ihnen, lieber Anfänger in Sachen Katze, da auch nur raten, sich alles anzuhören und sich dann eine eigene Meinung zu bilden.

Bei dieser Gelegenheit sei noch darauf hingewiesen, dass es auch BÜCHER über Katzenhaltung gibt (bei denen selbstverständlich auch das eine das Gegenteil vom anderen behauptet).

So, nun aber los mit meinen Tipps!

   ESSEN

Ein heißes Thema, bald bin ich so weit, Mäuse zu züchten! Wer die Zeit hat, kann natürlich selbst kochen. Aber bitte die entsprechenden Kochbücher kaufen, da steht drin, was sie alles zusammenrühren müssen, damit Ihre Katze keinen Mangel an Irgendwas bekommt.
Trockenfutter ist preiswert und bequem in der Handhabung. Trockenfutter-Gegner argumentieren, die Katze als ursprüngliches Wüstentier nehme für diese Art der Fütterung nicht genug Wasser auf und bekomme Nierenprobleme. Ich selbst konnte das nicht beobachten, meine Katzen saufen wie die Kamele. Allerdings nicht unbedingt aus den aufgestellten Wassernäpfen, sondern es wird z. B. der "Tau" aus der Spüle geleckt oder das Wasser aus dem Zimmer-Springbrunnen verdunstet verdächtig schnell. Was sie auf gar keinen Fall füttern sollten, ist Trockenfutter aus dem Supermarkt. Gucken Sie da mal auf die Zusammensetzung: Hauptbestandteil ist (billiges) Getreide und das kann wirklich zu Gesundheitsproblemen führen. Schließlich wollen sie ein kleines Raubtier damit ernähren und kein Huhn! So genanntes Premiumfutter wie z. B. Nutro, Iams, Royal Canin, Hill's (im Fachgeschäft) hat als Hauptzutat Fleisch (sollte es zumindest, überprüfen!) und einen kleinen Getreideanteil. Bitte nicht vom Preis erschrecken lassen, dafür reicht die Packung auch lange!

Auch bei Dosenfutter ist die Qualität von Premiumfutter (z. B. Nutro, Iams, Hill's) erheblich besser als die von Supermarkt-Dosen. Allerdings geht Premium-Nassfutter wirklich ins Geld und dazu kommt, dass viele Katzen es nicht so gerne essen und wer kippt schon gerne täglich Futter für mehrere Märker in den Müll.
Ich selbst füttere hochwertiges Trockenfutter und bin beim Dosenfutter weniger konsequent, es gibt also auch mal "Feine Wildterrine mit Nüdelchen" o. ä. Wobei mir allerdings durchaus bewusst ist, was die Herstellerkonzerne da mit mir treiben, die "Feine Terrine" besteht nämlich hauptsächlich aus wenig appetitlichen Zutaten, wie z. B. auch Hühnerfüßen oder -federn.
Neben Trocken- und Nassfutter bekommen meine Katzen öfters auch: Gekochten Fisch (Gräten entfernen!), gekochtes Geflügel (Knochen entfernen!) oder Geflügelleber, weichgekochtes Ei, Joghurt, Quark mit Eigelb und regelmäßig zwei Mal pro Woche mindestens mausgroße rohe Fleischstücke. Zum einen finde ich es köstlich, eine Katze ein Stück Gulasch töten zu sehen (Vorsicht, bleibt leicht an der Tapete kleben!) oder zu beobachten, wie ein fünf Wochen altes Kätzchen wild knurrend und spuckend ein Stück Fleisch verteidigt, welches bald größer ist als es selbst. Wichtiger ist mir aber, dass diese Form der Nahrungsaufnahme, nämlich das Zerreißen von Fleisch mit den Backenzähnen, eigentlich die einzig artgerechte ist und die einzige sinnvolle Möglichkeit der Zahnpflege. Unsere Wohnungskatzen haben sehr häufig Zahnprobleme, z. B. in Form starker Beläge auf den Backenzähnen und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Hauptursache "Dosenpamps statt knackiger Maus" ist. Ich selbst gebe Rind- und Pferdefleisch (Herz, Gulasch) und bevorzugt Lamm (Gulasch) und Geflügel, da dieses von der Konsistenz her für das Katzengebiss besser zu bewältigen ist. Niemals rohes Schweinefleisch, z. B. Mett, verfüttern (oder klauen lassen), es könnte den Erreger der für Hunde und Katzen tödlichen Aujeszky'schen Krankheit enthalten. Ach so, ganz oder fast zahnlose Katzen können ein mausgroßes Fleischstück natürlich nicht bewältigen (außer, sie imitieren eine Boa constrictor), diese Tiere bekommen ihren Anteil ganz klein geschnitten. Wobei dann selbstverständlich auch die mit Zähnen ausgestatteten Katzen mit eingefallenen Wangen und flehenden Blicken wimmernd kundtun, dass sie keinen einzigen Zahn im Mund haben und lieber das Kleingeschnittene einsaugen möchten, statt sich mit den großen Stücken rumzuquälen! Bleiben Sie hart! Hören Sie nicht auf das Gewimmer! Katzen (mit Zähnen) können Mäuse essen! Verlassen Sie die Wohnung und gehen sie zwei Stunden spazieren! Wetten, die Ersatz-Maus ist danach verschwunden?
So, hiermit erst mal genug zu dem Thema, über besondere Vorlieben seiner Katzen kann wohl jeder "Dosenöffner" berichten. Ich erinnere mich z. B. an Simbas Vorliebe für Studentenfutter, wobei sich dann die Rosinen auf die Zähne spießten und mit der Pfote entfernt wurden, die Erdnüsse kamen ohne jedwede Veränderung hinten wieder raus und zudem hatte er bemerkenswerte Blähungen, besonders, wenn er auf meinem Kopfkissen schlief.

   TRINKEN

Getränk ist WASSER und sonst nichts! Spezielle Katzenmilch läuft unter Nahrung und nicht unter Getränk. Normale Milch verursacht häufig Durchfall bei Katzen, da die meisten den enthaltenen Milchzucker (Laktose) im Darm nicht abbauen können. Wasser nicht direkt neben dem Futternapf platzieren und mehrere "Wasserstellen" in der Wohnung verteilen. Beliebt ist das Trinken aus tröpfelnden Wasserhähnen, Gießkannen, Blumenvasen und Weih-nachtsbaumständern (Vorsicht: Vergiftungsgefahr!).

   KATZENKLO

Jede Katze hat ihre ganz individuelle, m. o. w. Arbeit für das menschliche Personal verursachende Vorstellung davon, wie ein Katzenklo bzw. was als Katzenklo benutzt werden sollte.
Missy gräbt erstmal alle vorhandenen Klos (z. Zt. Gott sei Dank nur vier) ausgiebig um, bevor sie sich für eines entscheidet. Dabei schleudert sie die Streu in alle Richtungen, hier sind Klos mit nach immerhin drei Seiten schützender Haube sinnvoll (bitte nicht auch noch eine Schwingtür, dann wird die Luft auf dem Klo doch zu dick). Meist wählt sie die Katzentoilette im Schlafzimmer, weil einzig hier "Klopapier" zum Säubern des Popos liegt, sprich ein kleiner Teppich bei sonst nur PVC, wer es nun immer noch nicht kapiert: Sie rutscht mit dem Hintern über den Teppich, danach ist dieser dann sauber (der Hintern!). Auf den folgenden 10 Metern durch die Wohnung verliert sie noch ungefähr 1 Pfund Katzenstreu und zwar bis in die höchste Hängematte am Kratzbaum. Keine Ahnung, wie sie das macht! Klebrige Füße??
Elliot erledigt sein großes Geschäft m. o. w. regelmäßig in der Badewanne, was seine Vorteile hat, da er wegen beim Putzen abgeschluckter Haare öfter unter Verstopfung leidet und ich so immer weiß, ob er noch "durchgängig" ist. Außerdem gehört er zu den extremen "Nach-hinten-oben-Pinklern", über den Rand einer zum Katzenklo umfunktionierten Kinderbadewanne schafft er's immerhin, also auch hier: Klo mit Haube.
Vorsicht, es gibt durchaus Katzen, die im Leben nicht auf ein überdachtes Katzenklo gehen und bevor Kratzbaumhängematten, Kuschelkörbchen und Sofas umdeklariert werden, nehmen Sie lieber die Schweinerei rund um ein offenes Katzenklo in Kauf. Bitte auch nicht verfahren nach dem Prinzip: Je weniger Streu im Katzenklo, desto weniger fliegt beim Umgraben ‚raus! Ist ja raffiniert gedacht, aber Katzen wollen nunmal in der Streu graben, also mindestens 10 cm hoch einstreuen. Übrigens wollen auch Katzen, die ihr Geschäft an ungewöhnlichen Orten verrichten, dieses zudecken. Ein vor dem (wahrscheinlich schmutzigen) Katzenklo abgesetztes Kothäufchen mit dem flauschigen Badewannenvorleger zu bedecken, erscheint mir dabei noch sinnvoll, während die ausgiebigen Bemühungen unter Entwicklung abscheulich quietschender Geräusche von Elliot in der Badewanne m. E. doch auf eine gewisse Beschränktheit schließen lassen.
Anzahl der Katzenklos: Als Faustregel gilt eines pro Katze. Verdreckte Klos werden nicht benutzt!! Platzierung an "stillen Örtchen", wo das Tier seine Ruhe hat. Sie müssen auch nicht unbedingt ins Bad, eine Katzentoilette in Pink oder Mitternachtsblau mit Glimmer kann man durchaus auch im Wohn- oder Schlafzimmer aufstellen. Von wegen "kein Platz für ein zweites Klo" und ähnlichen Unsinn. Ach so, es gibt auch immer noch Menschen, die Klo und Fressnapf nebeneinander stellen! Also wirklich!
Die Katzentoilette(n) sollte(n) möglichst geräumig sein, ich verwende die große Ausführung der Fa. Gimpet, neben den verschiedensten schicken Farben haben die auch den Vorteil, dass Unterteil und Haube perfekt so zusammenpassen, dass wirklich kein Urin durch irgenwelche Ritzen dringt und das Klo ewig in einem Pippi-See steht.
Katzenstreu: Nehmen Sie nicht Catsan, egal, wie strahlend weiß und hygienisch die Streu samt dazugehörigen Katzen auch ist! Nehmen Sie auf jeden Fall ein gutes Klumpstreu, aus dem Sie 2 - 3 Mal täglich Häufchen und Urin-Streu-Klumpen mit einer siebartigen Schaufel entfernen. Bei Verwendung von Klumpstreu müssen Sie nicht mehr alle 1 - 2 Tage die gesamte Streu auswechseln, es reicht, die entnommene Menge wieder zu ergänzen und vielleicht alle 2 - 3 Wochen die gesamte Streu auszutauschen. Trotzdem bitte alle paar Tage (bei Durchfall öfter) die Toilette an sich gründlich mit heißem Wasser schrubben. Je teurer die Katzenstreu, desto länger reicht es und desto weniger Arbeit und Geruchsbelastung haben Sie (ich verwende Super-Carino, ca. DM 20,-/20 kg, staubt leider etwas, aber ansonsten bin ich sehr zufrieden damit). Erlebnis in einem großen Tierfutter-Markt mit "besonders gut ausgebildetem" Personal: Eine Kundin beschwert sich, dass das Katzenklo immer so stinkt, worauf sie nach "Beratung" mit der gleichen billigsten Katzenstreu und einer Flasche "Katzentoiletten-Deo-Spray" von dannen zieht. Die bedauernswerte Katze dieser Kundin ist eine typische Kandidatin für eine spätere Abgabe wegen "Unsauberkeit".

   MÖBEL

Alle Möbel in Ihrer Wohnung gehören sowieso Ihrer Katze, das ist schonmal klar. Extra für die Katz' gekaufte Kuschelkörbchen etc. werden genauso häufig benutzt wie (Menschen)sofa, Sessel, Bett usw.
Wichtig sind ein oder mehrere Kratzbäume, die zwar nicht unbedingt zum Krallenwetzen benutzt werden, aber auf jeden Fall gut für Spiel und Sport sind. Leider besitzen die meisten Katzen eher Kratz"bäumchen" und Mensch wundert sich, dass die Katze das billige Teil verächtlich ignoriert. Ein Kratzbaum sollte stabil und schwer sein, alles unter drei Säulen muss an die Wand gedübelt werden, sonst fällt das Ding um. Auch die Deckenspanner ruckeln sich mit der Zeit los (jedenfalls bei Katzen über 4 kg mit Temperament). Zumindest eine Säule des Baums sollte so hoch sein, dass die Katze sich daran ganz aufrichten und ihre Krallen schärfen kann. Außerdem lieben Katzen hohe Liegeflächen, also bitte einen möglichst hohen Kratzbaum kaufen (oder auch selbst basteln). Ein Tipp: Auf den meisten Katzenausstellungen zeigen und verkaufen auch Hersteller von Kratzbäumen ihre Produkte, schauen Sie sich da 'mal um. Ach so, bevor Sie bei der Gelegenheit dann tot umfallen, hier schonmal der Preis für einen "richtigen" Kratzbaum: ab DM 600,-- aufwärts. Aber überlegen Sie einmal, was die Menschen-Wohnungseinrichtung gekostet hat und schließlich ist die Wohnung oft der einzige Lebensraum für eine Katze.
Die erwähnten Menschenmöbel sollten auch für den Wohngenossen Katze attraktiv sein, bei mir stehen die meisten Kuschelhöhlen, Körbchen, Schlafkisten etc. auf den Schränken, hierhin können sich die Tiere jederzeit zurückziehen, wenn sie ihre Ruhe haben wollen oder sie können sich gegenseitig aus dem Weg gehen. Natürlich muss dann auch ein Zugang auf die Schränke geschaffen werden, z. B. durch einen Kratzbaum neben dem Schrank oder einen dort aufgestellten, mit Sisal umwickelten Balken. Wohnungen, die ausschließlich für Menschen eingerichtet sind (mit einem Alibi-Kratzbäumchen von 80 cm) und wo der höchste erreichbare Ort für die Katzen der Küchentisch ist, sind für eine artgerechte Katzenhaltung ungeeignet.

   SPIEL UND SPORT

Das optimale "Sportgerät" für eine Katze ist - eine zweite Katze! Entgegen der landläufigen Meinung sind Katzen keine Einzelgänger, sie spielen, raufen und kuscheln miteinander und es ist immer jemand da, wenn Mensch fort ist oder keine Zeit hat. Allerdings sind Katzen auch keine Rudeltiere, also nicht anfangen zu sammeln. Am besten nimmt man zwei Wurfgeschwister bzw. ein erwachsenes Katzenpaar, das sich gut versteht. Einer erwachsenen Einzelkatze die zweite zuzugesellen klappt oft, aber nicht immer. Die Tiere sollten möglichst gleichaltrig sein (kein Baby zu einer 15-Jährigen) und ein ähnliches Temperament haben (kein Sensibelchen zu einem Raufbold). Ein Katzenbaby alleine zu halten und dabei berufstätig zu sein ist unverantwortlich!
Beide Katzen können sich in Ihrer katzengerecht möblierten Wohnung nun austoben, trotzdem müssen Sie immer noch Ihrer Pflicht als "Animateur" nachkommen, sofern Ihre Katzen ausschließlich in der Wohnung gehalten werden. Schließlich haben Sie ein perfektes kleines Raubtier in Ihrer Wohnung, welches artgemäß einen Jagd- und Beutetrieb besitzt. Dieser muss auch in der Wohnung irgendwie ausgelebt werden, also ist es Ihre Aufgabe, sich interessante Spiele auszudenken. Wobei Katzen es viel aufregender finden, wenn Mensch einen Bindfaden hinter sich hierzieht oder mit einem Stöckchen geheimnisvolle Bewegungen unter einem Teppich oder einer Wolldecke hervorruft, als vor einer batteriebetriebenen "Motor-Maus" oder ähnlichem zu hocken.
Apropos Wohnungskatzen: Ein Balkon ist für diese Katzen das Größte, ob Sommer oder Winter. Dieser muss aber auf jeden Fall mit einem Netz gesichert sein, wobei eine kleine Maschengröße zu empfehlen ist, da das neugierige Viech sonst den Kopf durchquetscht und natürlich nicht wieder zurückziehen kann. Haben Sie einen "Netzdurchbeißer" hilft nur noch ein Drahtgitter (kein Kaninchendraht, wird auch durchgebissen). Für die "kleine Freiheit" auf dem Balkon lohnt sich der Aufwand allemal.

   PFLEGE UND GESUNDHEIT

Alle Katzen haben Haare! Auch die kurzhaarigen Exemplare haaren saisonal oder auch ständig vor sich hin und Sie müssen sich auf ein Leben mit Katzenhaaren an allen möglichen und auch unmöglichen Stellen einrichten. Die langhaarigen Vertreter müssen regelmäßig! gebürstet und/oder gekämmt werden und auch aus den Kurzhaarkatzen kann man, besonders während des Fellwechsels, erstaunliche Mengen abgestorbener Haare herausbürsten oder -kämmen. Da die Tiere selbst bei der Fellpflege erhebliche Haarmengen abschlucken, die sie, da unverdaulich, entweder vorwärts oder rückwärts wieder von sich geben müssen, sollten Sie unterstützend "Katzengras" (selbst z. B. Hafer, Weizen aussäen oder fertig kaufen) zur Verfügung stellen oder auch, falls die Katze sie mag, eine der handelsüblichen Malzpasten anbieten.
Bei Katzen mit ständig tränenden Augen (oft bei Persern wegen verlegter Tränennasengänge) sollten die Augenumgebung und die Bereiche seitlich der Nase täglich gereinigt werden, sonst kann es zu Ekzemen kommen.
Bei langhaarigen Katzen bleibt gelegentlich (oder öfter) auch einmal Kot an den sog. Hosen oder unterm Schwanz kleben, die betroffenen Fellstellen einfach abzuschneiden ist oft leichter als Baden.
Hoch tragende oder stark verfettete Katzen muss man oft beim Sauberhalten des Analbereiches unterstützen, da sie infolge ihres Umfangs einfach nicht mehr heranreichen, auch alten Katzen muss hier gelegentlich geholfen werden.
Einzig bei alten Katzen ist es evtl. auch sinnvoll, die Krallenspitzen zu kürzen, da sie sich nicht mehr genügend abnutzen. Dies ist notwendig, wenn das Tier ständig mit den Krallen hängen bleibt, z. B. im Teppich, in der Wolldecke oder Ihrer Hose.
Damit diese "kurze" Abhandlung nicht noch ein paar Dutzend Seiten länger wird, nur ein Satz zum Thema Gesundheit: Suchen Sie sich eine gute Tierärztin (oder auch Tierarzt)! Diese wird i. d. R. nicht die "billigste" sein, aber Ihrem Tier vielleicht zu einem besseren/längeren Leben verhelfen. Hören Sie sich unter anderen Katzenbesitzern um! Stellen Sie Ihre Katze, besonders eine neu erworbene, einmal zum Durchchecken vor; eine sorgfältige Untersuchung, die übrigens vor jeder Impfung erfolgen muss, beinhaltet eine Inspektion der Ohren, der Augen und der Maulhöhle, das Abtasten der Bauchhöhle und bestimmter Lymphknoten sowie das Abhören von Herz und Lunge. Je nach den dabei festgestellten Auffälligkeiten erfolgen weitere, spezielle Untersuchungen wie Röntgen, Blutuntersuchungen, Ultraschall etc. Eine "Blickdiagnose" mit anschließender Verordnung von Kortison ist natürlich "billiger", hat aber nichts mit ordentlicher Diagnostik und zielgerichteter Therapie zu tun.









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