Auswahl der richtigen Katze
Viele Katzenhalter hatten gar nicht die Gelegenheit, sich Ihre Katze auszusuchen. Es war umgekehrt. Die Katze suchte sich ihren Halter aus. Eines Tages war sie einfach da. Zugelaufen? Ja, die Katze hatte sich einfach die passenden Menschen gesucht. Leider wissen nicht alle Menschen eine solche Ehre zu schätzen.
Nun gibt es aber auch Menschen, die noch nicht das Glück hatten, von einer Katze zum Katzenhalter ernannt zu werden. Diese Menschen sind dann gezwungen, sich eine Katze auszusuchen. Dazu einige Tips:
Jede Katze ist eine Persönlichkeit, das heißt, sie hat genauso ihre individuellen Eigenheiten wie wir Menschen. So wie wir Menschen uns in unserem Wesen unterscheiden, so haben auch Katzen verschiedene Charaktere. Sie können lebhaft sein oder ruhig, beherrschend oder zurückhaltend, vertrauensvoll oder vorsichtig zurückhaltend. Echte Katzenfreunde schätzen diese Vielfalt der Charaktere der Katzen und lieben jede Katze so, wie sie ist. Dennoch sollte man sich einige Gedanken machen, bevor man eine Katze bei sich aufnimmt.
Weit verbreitet ist der Wunsch, eine möglichst junge Katze zu adoptieren. Zwar gebe ich zu, daß Jungkatzen einen höheren Unterhaltungswert haben als jedes Fernsehprogramm. Man sollte jedoch bedenken, daß Katzenkinder unermüdliche Aktivitäten entfalten und zwar tagsüber wie auch nachts.
Die Anwesenheit tobender, spielender Katzenkinder macht es fast unmöglich, sonst so alltägliche Arbeiten zu tun wie: Geschenke einzupacken, Wäsche zu sortieren, einen Pullover zu stricken, eine Pflanze umzutopfen, in Ruhe ein Buch zu lesen oder eine Schallplatte zu hören. Junge Kätzchen brauchen ständige Überwachung und Aufmerksamkeit. Gardinen werden zur Katzen-Kinder-Schaukel, die frisch geklebte Tapete dient als Krallen-Wetzer, ganz kleine Kätzchen schreien alle 2 bis 3 Stunden nach Futter, anschließend wird der Wassernapf umgestoßen und ein Stromkabel abgeknabbert. Die neue Stereoanlage wird fachmännisch erklettert und die Lautsprecherboxen dienen als Sprungbrett ins Regal, in dem Ihre Glas- und Keramikkostbarkeiten den Landeplatz für diesen Sprung blockieren (zumindest noch beim ersten Mal).
Wenn Sie und die gesamte(!) Familie starke Nerven haben und dies alles auch dann noch lustig finden, wenn es in Ihrer Wohnung stattfindet, dann können Sie ruhig auch eine Babykatze wählen.
Katzen lassen sich kaum (viele Experten sagen sogar GAR NICHT) erziehen. Deshalb wissen Sie auch nicht, wie sich Ihr Kätzchen einmal entwickeln wird: wird es ein Raufbold, der in Nachbars Garten Hunde und andere Katzen verprügelt, stundenlang wegbleibt und nur zum Essen nach Hause kommt und Sie dann kaum eines Blickes würdigt oder wird es ein Schmusekater und Stubenhocker, der selbst bei 30° im Schatten noch auf der Wolldecke liegt und sich mit angstgeweiteten Augen versteckt, wenn Sie die Gartentüre öffnen ?
Wirklich, die Entwicklung eines kleinen Kätzchens ist kaum vorhersagbar.
Dies ist bei erwachsenen Katzen anders: diese Tiere haben bereits ihren Charakter entwickelt. Sie toben nicht mehr ständig durch die Wohnung und haben auch die Kinderkrankheiten bereits hinter sich. Wenn Sie eine Katze mit bestimmten Wesenszügen suchen, sollten Sie sich eher für ein erwachsenes Tier entscheiden. Bei einem gut arbeitenden Katzen- und/oder Tierschutzverein kennt man die Vorzüge und Eigenheiten jedes einzelnen Schützlings. Lassen sie sich beraten. Auch diese Tiere leben sich schnell in einem neuen Haushalt ein und sind meistens ausgesprochen dankbar, wenn man ihnen eine neue Heimat gibt.
Eine Katze, die sich bereits über einen längeren Zeitraum hinweg an regelmäßigen Auslauf gewöhnt hat, möchte meistens ihre Streifzüge durch den Garten nicht mehr missen. Daher sollte sie nicht als reine Wohnungskatze gehalten werden. Umgekehrt können sich bisher als reine Wohnungskatzen gehaltene Tiere an einen Garten gewöhnen, sie brauchen aber insbesondere in der Anfangszeit gute "Überwachung". Alle Katzen sollten nachts nicht draußen bleiben, da zu dieser Zeit die Gefahren, insbesondere die der Tierfänger für Versuchsanstalten oder die Pelzindustrie, am größten sind. Eine Katze, die nach draußen kann, darf Fremden gegenüber ruhig etwas scheu sein, denn nicht jeder, der sie anspricht, meint es gut mit ihr. Auch ansonsten scheue Tiere sind ihren Haltern gegenüber sehr liebevoll und vertraulich.
Pflege allgemein
Da die meisten Katzen normalerweise nicht gerne naß werden, sollte man sie auch nicht baden.
Bei Floh- oder anderem Parasitenbefall wendet man sich an den Tierarzt oder holt ein entsprechendes Mittel in der Apotheke. Achtung: Gebrauchsanweisung streng beachten, es handelt sich sowohl für Mensch als auch Katze um ein GIFT !
Flohhalsbänder, die in Tierbedarfshandlungen, Drogerien oder beim Tierarzt erhältlich sind, schützen vor Floh- oder Zeckenbefall, sind jedoch auch giftig. Auf jeden Fall sollte in diese Flohhalsbänder ein Stück Gummiband eingearbeitet sein. Wenn die Katze mit dem Halsband irgendwo hängen bleibt, zieht sich das Gummiband auf und die Katze kann sich befreien. Bei Halsbändern ohne Gummiband können sich die Tiere zu Tode strangulieren !
Ratsam ist einmal im Jahr ein Besuch beim Tierarzt, auch wenn keine Krankheitsanzeichen vorhanden sind. Diese Kontrolluntersuchung kann verbunden werden mit der Impfung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen, die regelmäßig wiederholt werden muß. Auch reine Wohnungskatzen müssen gegen Schnupfen und Katzenseuche geimpft werden, da man diese Krankheiten auch mit den Schuhen etc. einschleppen kann! Freiläufer müssen darüber hinaus zumindest gegen Tollwut geimpft werden, über eine Leukoseschutzimpfung sollten Sie zumindest einmal nachdenken!
Kastration von Katze und Kater
Für jeden, der sich mit Tierschutz befaßt, ist das Thema vielleicht ein "alter Hut", aber leider müssen wir täglich feststellen, daß viele Katzenhalter noch uninformiert sind über die Möglichkeit, Kater und Katzen kastrieren zu lassen.
Dies ist die einzige sichere Lösung, das bestehende Katzenelend zu mildern.
Eine Katze bringt normalerweise zwei- bis dreimal im Jahr Junge zur Welt. Das können in einem Katzenleben bis zu 200 Jungkatzen sein.
Vertrauen Sie keinem Tierarzt, der behauptet, eine weibliche Katze müsse erst einmal Junge werfen, bevor man sie kastrieren könnte. Aus tiermedizinischer Sicht gibt es dafür überhaupt keinen vernünftigen Grund.
Eine Kastration ist auch nicht wider die Natur, wie manche Menschen meinen. Viel eher wider die Natur ist es, daß jährlich ca. 250000 Katzen von Jägern erschossen werden und über 300000 Katzen jährlich auf unseren Straßen überfahren werden, oft sterben sie qualvoll erst Stunden nach dem Unfall. Oder ist es natürlich, wenn jährlich Tausende Katzen von ihren Haltern getötet oder ausgesetzt werden und dann draußen umherirren und von Abfällen aus Mülltonnen leben müssen. Im schlimmsten Fall werden diese Tiere eingefangen und an Versuchsanstalten verkauft. Die sinnlosen Qualen die sie dort erleiden kann man nicht mit Worten beschreiben.
Jeder verantwortungsbewußte Katzenhalter muß sein Tier kastrieren lassen. Nur das hilft. Dies gilt natürlich auch für die Halter von Katern, nicht nur für die Halter von weiblichen Katzen. Denn zur Zeugung von Nachwuchs sind bekanntlich zwei Geschlechter nötig, und die "Verantwortung" liegt wie bei uns Menschen bei beiden. In diesem Fall ist jedoch nicht der Kater, sondern sein Halter verantwortlich.
Man nimmt den Tieren auch nicht die Lebensfreude, wie manche Zeitgenossen dann vorbringen. Die Tiere können sich ja nicht durch bewußtes Denken darüber klarwerden, daß ihnen der Geschlechtstrieb genommen wird. Und es ist auch nicht gerade eine Lebensfreude, das Revier in blutigen Kämpfen gegen andere Kater verteidigen zu müssen.
Der Trieb der unkastrierten Katzen und Kater zwingt die Tiere, ständig, insbesondere während der Paarungsperiode, auf der Suche zu sein nach einem Kater oder einem Weibchen. Deshalb ist die Zahl der unkastrierten Tiere, die eines Tages entlaufen und nicht mehr zurückkehren, auch zehnmal so hoch wie bei den kastrierten Tieren. Reine Wohnungskatzen, die nicht kastriert werden, werden oft unsauber und benutzen nicht mehr die Katzentoilette. Außerdem neigen unkastrierte Weibchen zu Dauerrolligkeiten und Zystenbildungen. Und wer glaubt, er oder seine Familie müsse einmal erlebt haben, wie eine Katzenmutter ihre Babies aufzieht und wie die süßen kleinen Kätzchen dann aufwachsen, der kann bei uns oder in den Tierheimen der anderen Vereine das traurige Ergebnis tagtäglich sehen. Selbst wenn Sie für Ihre Katzenbabies ein gutes neues Heim finden, so nehmen diese dann wieder die Plätze für die vielen ungewollt geborenen Kätzchen weg.
Und sollten Sie gar nicht widerstehen können, so rufen Sie uns an: jedes Jahr werden auch tragende Katzen ausgesetzt oder Katzenmütter mit ihren Babies. Wir suchen dann immer Pflegestellen, die diese Tiere vorübergehend aufnehmen können!
Jeder verantwortungsvolle Katzenhalter sollte seinen Kater oder seine Katze kastrieren lassen. Dies ist heute ganz einfach, wird von fast jedem Tierarzt gemacht, natürlich unter Narkose, ist meistens nach ein bis zwei Tagen vergessen und überstanden. Die Tiere werden meistens sogar noch anhänglicher und bleiben trotzdem gute Mäusefänger. Auch werden die Katzen dadurch nicht dicker. Fettleibigkeit bei Katzen ist immer nur ein Fütterungsproblem.
Eine Kastration ist in der Regel etwa ab einem Alter von 6 Monaten möglich. Haben Sie noch Fragen? Rufen Sie uns an oder wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.
Die Wohnungskatze
Kann man eine Katze auch in einer Etagenwohnung halten ohne Auslauf? Im Prinzip ja, aber es sind einige Dinge zu beachten!
Natürlicher ist das Leben einer Katze, die auch Auslauf hat. Aber auch die Haltung der Katze in der Etagenwohnung ist möglich, wenn man nicht gerade in einem Zimmer von 20 Quadratmetern lebt.
Ab und an muß eine Katze auch einmal spielen und rennen können, dafür braucht man schon mehr als ein Zimmer. Man muß seine Wohnung so gestalten und einrichten, daß die Katze möglichst viele Ebenen benutzen kann. Dazu gehören natürlich auch Tische und insbesondere Schränke, Regale oder Sprung- und Liegebretter an den Wänden. Außerdem muß man der Katze dann auch gestatten, Sessel und Sofas zu benutzen. Kletter- und Kratzbäume dürfen nicht fehlen. Auf die Schränke sollte man Höhlen und Schlafkörbchen stellen, dies sind willkommene Verstecke und Ruheplätze. Schaffen Sie Ihrer Katze die Möglichkeit, aus dem Fenster zu sehen, also nicht alle Fensterbänke mit Topfpflanzen zustellen.
Will man eine Katze nur in der Wohnung halten, so muß man die Wohnung auch auf die Bedürfnisse der Katze einstellen, dies ist unumgänglich. Wohnungskatzen wollen auch mehr beschäftigt werden. Sie müssen also öfters mit Ihrer Katze spielen. Sind Sie berufstätig und muß Ihre Katze den ganzen Tag auf Sie warten? Sind Sie dann auch noch abends oft unterwegs? Dann sollten Sie die Frage der reinen Wohnungshaltung wirklich kritisch prüfen. Vielleicht ist die Anschaffung einer zweiten Katze die geeignete Lösung. Die Tiere können dann auch miteinander spielen. Aber schaffen Sie sich die zweite Katze nicht nur an, um Ihr Gewissen zu beruhigen. Die Katze, insbesondere die Wohnungskatze, braucht in jedem Falle Sie, ihre Bezugsperson.
Viele Katzenfreunde lassen ihre Katze nicht gerne nach draußen, weil sie Angst haben, daß die Tiere überfahren, von Jägern erschossen oder von Tierhändler für Versuchsanstalten gestohlen werden. Dies ist sicherlich eine begründete Angst. Wenn Sie jedoch einen Garten haben, oder auch eine Dachterrasse oder einen Balkon, so wird die Katze dies sicherlich der reinen Wohnungshaltung vorziehen.
Zeit für die Katze
Es ist keine gute Idee, eine einzelne Katze den ganzen Tag lang alleine zu lassen. Besonders Wohnungskatzen leiden dann sehr, denn die Gegenwart ihrer Bezugsperson ist für sie so wichtig wie Wasser und Nahrung. Daher sollten Berufstätige besser mindestens zwei Katzen halten, die sich gegenseitig Abwechslung verschaffen. In diesem Fall adoptiert man am besten zwei Katzen, die bereits miteinander befreundet sind oder zusammen aufwachsen können. Soll eine erwachsene Katze einen Gefährten erhalten, wird ein kleines Kätzchen oft (aber nicht immer) besser als eine Jungkatze oder ein erwachsenen Tier toleriert. Bei der Adoption einer zweiten Katze ist darauf zu achten, daß es sich um ein Tier handelt, das an das Zusammenleben in einer Katzengemeinschaft gewöhnt ist oder einen kontaktfreudigen Eindruck macht.
Nun gibt es aber auch Katzen, die typische Einzelgänger sind und kein anderes Tier neben sich dulden. Sie sollten als einzelne Haustiere gehalten und dann nicht zu lange alleine gelassen werden.
Die Auswahl einer Katze oder eines Katers erfordert oft eine eingehende Beratung. Da unsere Schützlinge bei uns zu Hause auf ein neues Zuhause warten, kennen wir jedes Tier recht genau. (Das heißt nicht, daß wir nicht auch ständig aufs neue von ihnen überrascht werden.) Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite und vermitteln auf Wunsch die passende Katze.
Rufen Sie uns an!
Die richtige Katzenernährung
Die richtige Ernährung unserer Katzen ist ein so umfangreiches Gebiet, daß wir uns hier nur auf einige wichtige Tips und Ratschläge beschränken können.
Füttern Sie NIEMALS rohes Fleisch , gleichgültig ob vom Schwein, Rind, Geflügel oder Hammel, und auch NIE rohen Fisch! Es besteht die Gefahr der Infizierung mit Salmonellen !
Außerdem können noch einige andere tödliche Infektionskrankheiten übertragen werden:
Das Virus der "Aujezkyschen Krankheit" kommt besonders oft in rohem Schweinefleisch, zunehmend aber auch in Rindfleisch vor. Da beim Metzger alle Fleischsorten nebeneinander liegen und meistens mit dem gleichen Messer geschnitten und auf der gleichen Waage abgewogen werden, können die Erreger leicht auf alle Fleischstücke verteilt werden. Für Menschen ist die Aujezkysche Krankheit ungefährlich, bei Katzen und Hunden führt sie innerhalb von wenigen Tagen, mitunter innerhalb von Stunden, zum Tode! Abkochen oder Anbraten nützt nichts, das Fleisch muß gut durchgebraten oder durchgekocht sein und darf keine blutigen Stücke mehr enthalten.
Ein noch immer weit verbreiteter Irrtum ist, daß für Katzen eine Schale Milch der Inbegriff der fürsorglichen Pflege ist. Das ist falsch. Katzen bekommen keine Milch sondern Wasser. Zwar gibt es einige wenige Katzen, die Milch gut verdauen können, aber viele Katzen können Milch nicht vollständig verdauen und bekommen von Milch schwere Durchfallerkrankungen.
Was füttere ich nun meiner Katze?
Im handelsüblichen Dosenfutter sind sehr viele Stoffe enthalten und dieses auch noch in der richtigen Dosierung. Hier ein paar Beispiele: Eiweiß, pflanzliches wie auch tierisches, das tierische auch wegen der Aminosäure Taurin. Durch hochwertiges Eiweiß ist die Katze aktiv. Eiweißmangel macht sie apathisch. Die Mineralstoffe: Ohne sie bekommt die Katze gefährliche Mangelerscheinungen. Sie braucht unter anderem Natrium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Zink, Jod, Mangan, Kupfer und Eisen.
Trocken-Fertig-Futter enthält nur etwa 10% Feuchtigkeit. Die Katze muß dann sehr viel Wasser trinken um die fehlende Feuchtigkeit auszugleichen. Viele Tierärzte vertreten die Ansicht, daß die Fütterung von Trockenfutter zu Harngries und Nierenerkrankungen führen kann und empfehlen deshalb, Trockenfutter, wenn überhaupt, dann nur als kleine Zwischenmahlzeit zu geben. Da Trockenfutter sehr kalorienreich ist, können die Tiere, die damit gefüttert werden, leicht zu Übergewicht neigen.
Die Wahrheit liegt nach unseren Erfahrungen wieder einmal in der Mitte. Gerade bei Trockenfutter kommt es auf das einzelne Produkt an. Vergessen Sie alle Sorten, die Sie im Supermarkt finden. Hier ist die Zusammensetzung oft so schlecht, daß Harngries und Nierenprobleme vorprogrammiert sind. Im Zoofachhandel ist jedoch Trockenfutter erhältlich, das die alten Vorurteile vergessen läßt. Um nur die wichtigsten Namen zu nennen: Hills, Iams, Nutro oder Royal Canin lassen sich problemlos als Alleinfuttermittel verwenden. Katzen, die fast ausschließlich mit Trockenfutter ernährt werden, gewöhnen es sich auch an, reichlich zu trinken. Wichtig ist daher, daß immer ausreichend frisches Wasser angeboten wird! Auch gewöhnen sie sich rasch an die geringere Futtermenge, ein Hang zum Übergewicht besteht nach unseren Erfahrungen nicht. (Durch ständig wechselndes Trocken-/Feuchtfutterangebot allerdings wird den Tieren die Möglichkeit, ihre Nahrungsaufnahme angemessen zu verringern, erschwert. Hier ist die Gefahr von Übergewicht durchaus gegeben.)
Die Katze sollte ihr eigenes Freßgeschirr bekommen, das sich deutlich vom Geschirr des Haushaltes abhebt. Frisches Wasser muß während des ganzen Tages angeboten werden und täglich, möglichst mehr als einmal, gewechselt werden. Erwachsene Katzen erhalten zwei Mahlzeiten am Tage, ganz junge Kätzchen 6 mal am Tage und mit zunehmendem Alter werden die Fütterungsabstände vergrößert.
Können sich Katzen mit Mäusefangen alleine ernähren? NEIN !
Um ihren Nahrungsbedarf mit Mäusen zu decken, müßte eine Katze TÄGLICH mindestens 10 bis 15 Mäuse fangen. Dies wird wohl den meisten Katzen, auch in ländlichen Gebieten, kaum noch möglich sein. Unsinnig ist es auch, eine Katze hungern zu lassen, damit sie ein besserer Mäusejäger wird. Auch eine gut und regelmäßig gefütterte Katze behält ihren Jagdtrieb und fängt Mäuse. Da Mäuse und andere Tiere, die die Katze fängt, möglicherweise vorher Gift gefressen haben oder krank sind (Vögel, die durch Katzen gefangen werden, sind fast immer krank), sollte man der Katze die "Beute" wegnehmen. Man kann ihr ja ersatzweise eine andere "Leckerei" anbieten und sie loben, wenn sie etwas "abliefert".
Insbesondere bei Katzen, die nach Draußen können und "Beute" fangen können, sollte man auch regelmäßig eine Wurmkur in Betracht ziehen. Besser noch ist es, wenn man regelmäßig eine Kotprobe zum Tierarzt bringt und auf Wurmeier untersuchen läßt, dann kann man die Wurmkur machen, wenn sie wirklich nötig ist.
Diese Seite kann sicherlich nicht alle Fragen klären. Wir müssen hier auf die vielen Katzenbücher verweisen, einige davon sind auch gut und brauchbar. Natürlich können auch wir Ihnen weiterhelfen, Rufnummern für eine kompetente Beratung finden Sie am Ende aufgeführt.
Grünzeug für Katzen
Katzen, insbesondere reine Wohnungskatzen, brauchen Grünzeug zum Knabbern, also eine Wiese in der Wohnung.
Dieses Grünzeug wird von den Katzen gefressen und dient zur Säuberung des Magens, weil es unter anderem hilft, die beim Putzen verschluckten Haare wieder zu erbrechen. Außerdem ergänzt es die Ernährung des Tieres.
In eine flache Schale mit Erde, sät man Grassamen oder Hafer ein, hält die Samen feucht und läßt sie keimen und wachsen, bis sie einige Zentimeter lang sind. Dann kann man sie der Katze anbieten. Es gibt solche Schalen auch schon fertig mit Samen in Tierbedarfshandlungen zu kaufen, leider sind diese recht teuer und wenig stabil. Eine dekorative Lösung ist eine Pflanze namens "Grünlilie", die es in jedem Blumengeschäft zu kaufen gibt. Auch diese Pflanzen können von Katzen beknabbert werden, außerdem bildet die Grünlilie meistens zahlreiche Ableger, die man zur Weiterzucht verwenden kann. Fast noch belienter bei Katzen ist Papyrus ofer Zyperngras (in einigen Gärtnereien inzwischen als "Katzengras" angeboten.) VORSICHT ! Es gibt verschiedene Varianten dieses Gewächses Vermeiden Sie auf jeden Fall Arten mit harten, scharfkantigen Blättern. Die Verletzungsgefahr schon beim Essen ist zu groß, außerdem können durch die harten Fasern Verletzungen im Verdauungstrakt auftreten. Aber keine Sorge, es gibt genügend Varianten mit weichen Blättern, die völlig ungefährlich sind.
Krallen und Kratzen
Bietet man Katzen, die in einer Wohnung leben, keine Möglichkeit an, ihre Krallen zu wetzen, so tun sie dies ersatzweise an Polstergarnituren oder Tapeten. Da dieses Verhalten ein Grundbedürfnis der Katze befriedigt, wird es auch nichts nützen, wenn man versucht, sie zu bestrafen. Die Lösung dieses Problems ist aber einfach: Bieten Sie Ihrer Katze ein Kratzbrett oder einen Kratzbaum an. Entweder Sie kaufen einen solchen Kratzbaum oder Sie bauen ihn selber: Ein Baumstamm, ein Brett oder eine Kiste aus Spanplatten, überzogen mit Teppichbodenresten, wird sicherlich schnell von der Katze angenommen, insbesondere dann, wenn sie oben drauf noch weich gepolsterte Liegebretter montieren.
Sorgen Sie für einen festen Stand, der Kratzbaum sollte möglichst wenig wackeln. Stellen Sie den Kratzbaum ans Fenster, so kann die Katze nach draußen schauen oder sich in der Sonne aalen, wenn diese durch das Fenster scheint.
Das Abschneiden der Krallen ist sinnlos. Je öfter man die Krallen schneiden läßt, desto schneller wachsen sie nach. Außerdem hören die Katzen auch nicht auf zu kratzen.
In anderen Ländern kommt es gelegentlich noch vor, daß Katzen die Krallen herausoperiert werden. Dies ist Tierquälerei, bei uns (zum Glück!) seit Jahren streng verboten.
Die Katzentoilette
Wenn Katzen in ihrer Jugend ausreichend lange bei ihrer Mutter geblieben sind, sind sie im späteren Leben von alleine stubenrein. Man muß jedoch eine geeignete Katzentoilette anbieten:
Eine nicht zu kleine Plastikschüssel, der Rand sollte zwischen 5 und 8 cm hoch sein. In diese füllt man Katzenstreu (Fachhandel), wobei die Katzentoilette mindestens einmal täglich gesäubert werden sollte.
Da Sägemehl giftige Rückstände von Holzschutzmitteln enthalten kann und genau wie Torf oder Papier an den Pfoten kleben bleibt und dann durch die Wohnung gestreut wird, sollte man auf diese Füllmittel verzichten.
Wir empfehlen die Benutzung einer sog. Klumpstreu, d. h. die Streu bildet in Verbíndung mit Flüssigkeit feste Klumpen. Damit kann nicht nur der Kot, sondern auch Urin mit einer Schaufel einfach entfernt und entsorgt werden, die Streu muß nicht nach kurzer Zeit komplett entfernt werden. Außerdem bindet diese Streu Gerüche meist besser. (Ausdrücklich gewarnt sei an dieser Stelle vor der so hochgelobten Streu "Catsan". In der Werbung sieht das alles sehr gut aus, in der Praxis klappt es leider nicht so recht. Dazu kommt, daß es sich um ein Produkt handelt, das in der Folge die Umwelt belastet, da es sich nicht abbauen läßt. Kein mir bekannter Katzenhalter hat damit mehr als einen Versuch gewagt.) Und da man als Tierfreund auch (zumindest ein wenig) Umweltschützer sein sollte, kommt noch der Bonus hinzu, daß diese Streu normalerweise ein reines Naturprodukt (Betonit) ist, das sich in kürzester Zeit zersetzt und damit als umweltneutral angesehen werden kann. (Und, das sei nur nebenbei bemerkt, auch finanziell fährt man mit einer Klumpstreu keinesfalls schlechter als mit einer herkömmlichen Streu.)