Wichtige Informationen für Tierhalter


Zum Thema Tierkennzeichnung



Jährlich entlaufen in Deutschland ca. achtzigtausend (80 000 !) Hunde und Katzen.

Ein Großteil von ihnen kann aufgrund fehlender Kennzeichnung seinen Besitzern nicht rückvermittelt werden. Diese Tiere bleiben für unbestimmte Zeit in Tierheimen und finden, wenn sie Glück haben, irgendwann ein neues Zuhause.

Die bislang im wesentlichen praktizierte Methode, Tiere zum Zweck des Eigentumsnachweises zu kennzeichnen, ist die Tätowierung. Hierbei wird mit Stahlnadeln eine Zahlen- und Buchstabenkombination in die Haut des Tieres eingestanzt. In die Wunden wird nun Tätowierfarbe eingerieben. Dieser Vorgang ist schmerzhaft und erfolgt deshalb nicht selten unter Vollnarkose. Die Tätowierung weist ferner einige Nachteile auf: Sie ist nicht fälschungssicher, verblaßt bei den meisten Tieren innerhalb von wenigen Jahren und wird unleserlich und damit unbrauchbar. Außerdem ist die Nummernvergabe oft willkürlich – Geburtsdaten, Fantasienamen und persönliche Daten werden da gerne genommen! – und wird fast nie zentral erfaßt und registriert. Somit verfehlt die Tätowierung meistens den ihr zugedachten Zweck – das Wiederauffinden entlaufener oder verlorengegangener Tiere.

Eine neuartige Kennzeichnungsmethode löst diese Probleme!

Dem Tier wird durch seinen Tierarzt ein reiskorngroßer Chip völlig schmerzlos und wie bei einer Impfung mit einer Injektionsnadel unter die Haut gesetzt. Dieser Chip enthält neben einer weltweit individuellen Kennzeichnungsnummer Daten zum Herkunftsland des Tieres.

Da dieses System, dank der Einigung auf einen ISO-Standard, international gültig ist, wird auch die Rückführung im Ausland verlorengegangener Tiere gewährleistet. Der Chip nach ISO-Standard ist völlig inaktiv und bleibt ein Leben lang immer wieder lesbar unter der Haut.

Nach dieser "Impfung" wird Ihr Tier mit seiner Nummer und Angaben zu seinen Besitzern unter Wahrung des Datenschutzes in einer Registrierstelle erfaßt. Sollte es dann verlorengehen, werden bei der Fundstelle (meist das Tierheim) seine Nummer und anhand der registrierten Daten seine Herkunft ermittelt. Sie werden dann kontaktiert und über den Aufenthaltsort Ihres Tieres informiert.

Haben Sie noch Fragen zu diesem Kennzeichnungssystem?

Unser Praxisteam steht Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen




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