Flöhe
(oder... ich wollte doch nie Untermieter!)



Flöhe sind bei Katzen zwar keine Seltenheit, aber deshalb sollte sich eine Katze nicht mit diesen Plagegeistern abgeben müssen. Flöhe sind 1-2 mm lang, dunkelbraun und bewegen sich schnell auf der Hautoberfläche. Dort verursachen sie einen unangenehmen Juckreiz, übertragen Bandwürmer oder können akute Allergien auslösen.

Am liebsten bewohnen Flöhe den Nacken, Rücken und Schwanzansatz einer Katze. In manchen Fällen vergreifen sich diese Blutsauger auch an menschlichen Extremitäten. Ein sicherer Hinweis auf die Existenz der Minivampire sind schwarze, sandkorngroße Kügelchen im Fell der Katze. Wenn sie nun Hinterlassenschaften finden, sich aber nicht sicher sind, dann drücken Sie ein feuchtes Tuch darauf. Wenn bald eine rotbraune Farbe auf dem Lappen entsteht, dann war Ihre Katze nicht an der Kaffeedose. Die Färbung ergibt sich, da der Flohkot aus nur teilweise verdautem Blut besteht.

Bevor Sie nun den Flöhen den Kampf ansagen, sollten Sie folgende Kenntnisse über deren Entwicklung besitzen. Das erwachsene Flohweibchen paart sich mit einem Artgenossen auf Ihrer Katze und verläßt diese dann um ihre Eier an einem warmen, leicht feuchten Ort abzulegen. Das kann z.B. der Katzenkorb, Fußbodenritzen oder das Badezimmer sein. Aus den Eiern entwickeln sich Larven, die nach ca. 30 Tagen voll entwickelt sind. Bei ungünstigen Verhältnissen, etwa Kälte, überleben Flöhe monatelang ohne blutige Nahrung. Ihre Katze allerdings könnte ein Wirtstier für -zig Generationen von Flöhen sein.

Flöhe sind leicht umzubringen, vorausgesetzt Sie erreichen Sie! Eine gute Möglichkeit bieten Ampullen, deren Inhalt auf den Nacken der Katze geträufelt wird. Hautkontakt ca. 24 Stunden vermeiden. Diese Methode ist allerdings aufgrund der hohen Konzentration des Wirkstoffes nur für erwachsene Katzen geeignet. Für junge Tiere ist Antiflohpulver angeraten, der entgegen der Fellrichtung einmassiert und nach wenigen Minute (Packungsbeilage beachten) mitsamt den Flöhen ausgekämmt wird. Dies sind nur zwei Beispiele, der Handel bietet durchaus mehrere Produkte an, von Halsbändern bis zu Bädern. Befragen Sie Ihren Tierarzt, er hilft Ihnen, das geeignete Mittel zu finden.

Doch, wie eingangs schon erwähnt, werdende Flohmütter machen eine Umgebungsbehandlung nötig. Die Lieblingsplätze Ihrer Katze müssen unbedingt mit Insektiziden versehen werden. Anschließend empfiehlt es sich, soweit möglich, ein gründliches Staubsaugen. Bei befallenen Katzendecken reicht es aus, diese einfach zu waschen. Bislang kennt niemand einen Floh, der diese Prozedur lebendig überstand. Ein kleine Tip zur Vorsorge: Decken lassen sich vorteilhaft durch täglich gewechselte Tageszeitungen ersetzen!

Bei extremen Flohbefall hilft nur die Dienste eines Kammerjägers in Anspruch zu nehmen. Eine solche Maßnahme wird jedoch nicht notwendig sein, wenn Sie bereits die Pioniere ernstnehmen und konsequent bekämpfen.





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