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Behandlung |
Bemerkungen |
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innerliche Anwendung |
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Griseofulvin-Pulver |
oral verabreichen; Vorteil: kann unter das Futter gemischt werden, daher auch geeignet für Behandlung freilebender Tiere |
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Likuden-Tabletten: (Wirkstoff Griseofulvin) |
oral verabreichen; 1 Tablette für etwa 4 Kg Körpergewicht; entweder als Tablette geben oder pulverisiert unter das Futter mischen |
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ACHTUNG! Praktisch alle Medikamente gegen Pilzbefall belasten, besonders bei längerfristiger und/oder überdosierter Anwendung, Leber und Nieren der Tiere. Darüber hinaus ist oftmals der erste Wurf nach einer durchgeführten Likuden-Behandlung geschädigt. Über die Dauer der Depotwirkung liegen keine genauen Untersuchungen vor, geschädigter Nachwuchs ist jedoch mehrere Jahre nach einer durchgeführten Behandlung beobachtet worden! |
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Program Suspension |
Einige Leser werden sich jetzt verdutzt die Augen reiben und davon ausgehen, jetzt sei der Friedrich wohl endgültig durchgeknallt: |
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äußerliche Anwendung |
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Imaverol-Lösung |
wird in verschiedenen Verdünnungsgraden entweder als Bad oder zum Betupfen befallener Stellen verwendet. |
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Umgebungsbehandlung |
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Imaverol-Lösung |
wird in starker Verdünnung benutzt, um kritische Stellen in der Wohnung (z. B. Spiel-, Schlafplätze, Spielzeug o. ä.) einzusprühen |
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Clinafarn |
in der Anwendung wie Imaverol, in Deutschland allerdings nicht mehr erhältlich (Problemlos aus den Niederlanden zu beschaffen) |
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Alternativ: Mittel aus |
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Hermal SD |
Shampoo (Minutencreme) - Katze anfeuchten, Hermal SD gleichmäßig im Fell verteilen, einmassieren, mindestens fünf Minuten in ein Handtuch gewickelt einwirken lassen, gründlich ausspülen. Vorzugsweise mit Rotlichtlampe trocknen |
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Mycofug - Salbe |
Zur unterstützenden Behandlung, befallenen Stellen täglich einreiben. Reizt bei längerer Anwendung die Haut, daher nicht als einzige Therapie einsetzen! |
Ebenso wichtig ist die Stärkung des Immunsystems der Tiere. Bewährt haben sich sowohl homöopathische Mittel wie Echinazea als auch Paramunitätsinducer (Bayparmun o. ä.); auch eine regelmäßige Bestrahlung mit Infrarot-Licht kann zur Heilung erheblich beitragen.
Diese Aufstellung hat nur Beispielcharakter und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Zweifelsfall den Anweisungen des Tierarztes folgen!
Inzwischen ist auch eine Spritze gegen Pilz auf dem Markt. Über ihren Sinn bin ich mir derzeit noch nicht ganz klar. Aus meiner bisherigen Erfahrung heraus würde ich sie ablehnen, da meiner Ansicht nach ein Prozeß, der sich in den oberen Hautschichten und dem Fell abspielt, nicht durch derartige Eingriffe therapierbar sein dürfte. Andererseits: Es macht mich ungemein menschlich, daß auch ich mich manchmal irre.
Ich werde daher die weitere Entwicklung beobachten und berichten, sobald mir neue Erkenntnisse, wie auch immer diese aussehen mögen, vorliegen.
P. S. Der vorstehende Text wurde vor einigen Jahren geschrieben. Inzwischen konnten (besser gesagt mußten) wir Erfahrungen mit der Pilzspritze machen. Meine Einwände gegen diese Art der Behandlung lassen sich danach nicht aufrechterhalten, die Wirkung der Spritze ist verblüffend.
Nach Aussage der Tierärzte wirkt sie genau genommen nicht gegen den Pilz, sie muß vielmehr als eine gezielte Unterstützung des Immunsystems gegen Pilzbefall angesehen werden. Durch diese Hilfe wird einerseits der Ausbruch des Pilzes verhindert, andererseits wird der Körper mit Pilzbefall leichter fertig, so daß er mit die Erkrankung effektiver bekämpfen kann, also eine Stärkung der Selbstheilungskräfte. Es ist immer wieder erstaunlich, in welch kurzer Zeit befallene Katzen wieder pilzfrei waren.
Ein Grund zum Jubeln ist das leider dennoch nicht, denn die so behandelte Katze kann trotzdem Überträgerin sein, eine gründliche Kontrolle der anderen Tiere innerhalb des Bestandes und die Umgebungsbehandlung sind dadurch keinesfalls überflüssig geworden.
Für den Tierschutz ist die Pilzspritze sowohl wegen der Kosten (ca. 300 DM pro Behandlung) als auch der relativ kurzen Wirkungsdauer (1 - 2 Monate) leider keine Lösung. Für Züchter, die ihre Tiere schützen wollen (z. B. während einer Ausstellung) oder Halter, deren Katze Pilzbefall aufweist, die sich aber die aufwendige Behandlung nicht recht zutrauen, bietet sie eine sehr gute Möglichkeit. (Vergessen wir dabei auch nicht, daß eine Spritze für eine Katze wohl deutlich weniger Streß bedeutet als eine oftmals mehrere Monate dauernde konventionelle Behandlung.)
P. P. S. Und da wir ständig dazulernen: Das Mittel der Stunde scheint Program zu sein. Es wurde darum auch in die Tabelle übernommen (siehe oben).